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Inspektionsliste – Gründach

Einkaufszentrum in Hamburg
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Gründächer stellen ein sehr komplexes System dar, da sich hier neben der Dachfunktion häufig noch eine komplette Gartenfunktion anschließt.
Detaillierte Informationen sind von den Herstellern der Gründachsysteme sowie den Flachdachrichtlinien des Deutschen Dachdeckerhandwerks und den zur Zeit gültigen FFL-Richtlinien zu entnehmen.
Dies gilt vor allem auf die häufig gestellten Fragen zur Bewuchsqualität, Deckungsgrad der Bepflanzung und Pflegemaßnahmen (Düngen, Wässern, Rückschnitt usw.)
Die Inspektion für die reine Begrünung sollte ein bis zweimal im Jahr erfolgen!

Wärmeschutz

Rotes Gründach durch Wasser- und Düngermangel
Rotes Gründach durch Wasser-und Düngermangel
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Gründachsysteme können auch mit Solardachsystemen die nicht die Abdichtung durchdringen gekoppelt werden. Je nach Systemhersteller, Systemart und Systemdicke besteht ferner die Möglichkeit neben dem Regenrückhalt auch das System zum Wärmeschutz hinzuzuziehen.

Zu unterscheiden sind ferner zwei Systemvarianten:

  • Extensive Dachbegrünung (wenig Pflege – geringe Schichtdicken ab 2 cm bis 15 cm)
  • Intensive Dachbegrünung (der Dachgarten mit Schichtdicken über 15 cm)
Traufausbildung mit Kiesstreifen und Entwässerungsblech
Traufausbildung mit Kiesstreifen und Entwässerungsblech
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Generell gilt: Alle Inspektionshinweise analog Flachdach, jedoch zusätzlich Prüfung auf Fremdbewuchs

Prüfung auf Verwehungen von Substraten (erhöhte Auflasten, abtragen vom Dach auf tiefergelegene Bereiche usw.)

Prüfung auf Pflanzenbewuchs an Sauberkeitsstreifen

Prüfung auf Durchwurzelungen

Prüfung auf Pflanzeneinwuchs an Durchdringungen und Anschlüssen (Bleche)

Prüfung auf Korrosion an den Metallen z.B. durch Düngereinwirkungen

Moos-Sedum-Oberfläche
Typische Moos-Sedum-Oberfläche bei einer extensiven Begrünung. Bei starker Verfärbung der Pflanzen meist Mangelerscheinungen über unzureichende Düngung und Bewässerung

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Reinigung von Dachabläufen und Kontrollschächten

Bei Gründachsystemen – speziell bei der intensiven Dachbegrünung empfiehlt sich der Abschluss eines Wartungsvertrages

Festlegung Instandhaltung in Anlehnung an DIN 31051

Sicherheitsvorschriften beachten

Die Angaben erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit und können nicht den Einzelfall berücksichtigen. Eine Gewähr ist ausgeschlossen. Für weitere Anregungen und Detailhinweise schreiben sie uns.




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Objekt des Monats

Hotelneubau Hotelneubau „Motel One“ in Berlin, Klinkerfassade

Wussten Sie schon, dass ...?

  • Die Sturmsicherheit von Dächern und die fachgerechte Befestigung seit September 1997 vom Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks geregelt ist?
  • Seit dem 1. Januar 2007 zur Bemessung gegen Windeinwirkungen die neue DIN 1055-4 gilt, die insbesondere bei Flachdächern eine aufwändige Wind-Sogberechnung erforderlich macht?
  • Es mittlerweile in Deutschland verstärkt Orkanbelastungen der Stärke 12 (nach der Beaufort-Skala) und Windgeschwindigkeiten über 200km/h gibt (Beispiel Kyrill, Januar 2007)?
  • Aus diesem Grund alle Dachziegel und Dachsteine fest verklammert werden sollten, und dies nicht erst ab 65° Dachneigung?
  • Dachflächen in verschiedene Belastungszonen einteilt?