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Barrierefreies Bauen nach DIN 18040

Neben diversen Forderungen wie Türbreiten, oder der Erreichbarkeit von Fenstergriffen (Rollstuhlfahrer) werden auch sogenannte 0°-Schwellen gewünscht. Im Innenbereich ist dies mit Ausnahme bei Bädern auch relativ unkritisch. Anders ist dies allerdings bei den Ausgängen zu Balkonen und Terrassen. Hier ist eine Schwellenhöhe von mind. 2 cm einzuhalten (nach den Fachregeln des Dachdeckerhandwerks sogar 5 cm). Es gibt in der DIN-Norm keine Regeldetails bzw.  genauere Planungs- und Ausführungshinweise. Erst recht gilt dies bei Anstrebung von            0 cm-Schwellen. Hier muss jedes Detail  geplant werden, da es sich um Sonderkonstruktionen mit erhöhtem Feuchterisiko handelt. Im Regelfall werden Gitterroste mit mindestens 15 cm Breite direkt vor den Tür- bzw. den Fensterelementen erforderlich. Insbesondere sind die Türelemente und deren Bodenandichtung zu hinterfragen und es sollten auch Bauteilprüfungen je nach Material (Metall, Kunststoff, Holz) mit Sicherheitsnachweis vorliegen. Über das hohe Nässerisiko der angrenzenden Räume und Bodenbeläge, aber auch bei Schneeauflagerungen und Spritzwasser oder ablaufendes Wasser an der Fassade vor den Türen, sollte sich jeder Bauherr und Planer im Klaren sein. Eine Empfehlung für schwellenlose Systeme kann daher der Gutachter auch nur stark eingeschränkt  geben.

Gaston Lemmé

Winterbau – hohes Risiko

Das Mauern bei Frost und das Betonieren bei Frost wird auch gerne in den Wintermonaten wahrgenommen. Ziel ist das möglichst schnelle Fertigstellen eines Bauvorhabens. Unabhängig davon, dass der Auftraggeber dem Mauern bei Frost gemäß VOB-C nach DIN 18330 zustimmen muss, gibt es diverse Einschränkungen zu beachten. So dürfen die Steine nicht durchgefroren sein, es sind Auftaumittel unzulässig und es gilt auch das frische Mauerwerk vor Frost zuschützen. Andernfalls sind Materialschäden  vorprogrammiert mit dem Risiko auf Rückbau! Als Richtwert für    schadensfreies Mauern sollte die Bauteiltemperatur (nicht Lufttemperatur!) über 5°Celsius liegen. Ähnliches gilt auch für Betonarbeiten nach VOB-C nach DIN 18331. Je geringer die Außentemperatur, desto langsamer der Abbindeprozess des Betons und das Austrocknen des noch flüssigen bzw. feuchten Wasseranteils. Das bedeutet ebenfalls Schutzmaßnahmen, zum Beispiel durch das Abdecken mit Dämmstoffen. Ansonsten kann das Wasser im noch frischen Beton gefrieren und der Beton erreicht weder die erforderliche Festigkeit noch die vielfach erforderliche Dichte.  Aktuell hat der Gutachter gerade einen solchen Schadensfall gehabt.

Meine dringende Empfehlung: Verzicht auf Mauern und Betonieren bei  Außentemperaturen unter 5°Celsius.

Gaston Lemmé

Neues Bauvertragsrecht seit 01.Januar 2018

Seit dem 01.Januar 2018 erfolgte eine  Reform des Bauvertragsrechtes mit umfangreichen Rechtsänderungen. Hier nur 3 Beispiele:

  • Der Auftraggeber muss zukünftig eine Abnahmeverweigerung begründen.
  • Der Verkäufer von Baustoffen ist verpflichtet bei Mängeln neben der Ersatzlieferung auch Aus-und Einbaukosten zu übernehmen.
  • Die Anordnungsrechte des Auftraggebers sind erstmals gesetzlich geregelt.

Bitte informieren Sie sich vor Vertragsabschluss über die Abweichungen und kontaktieren Sie im Zweifelsfall dazu einen Rechtsanwalt.

Gaston Lemmé

Bauwerksabdichtungen seit Juli 2017 neu geregelt

Bisher wurden die Anforderungen zur Bauwerksabdichtung in der DIN 18195 geregelt. Diese Norm ist überholt und inhaltlich größtenteils seit Juli 2017 entfallen. Für erdberührte Bauteile gilt zukünftig die DIN 18533, für Badewannen oder bodengleiche Duschen (Abdichtungen in Innenräumen) die DIN 18534. Das Grundkonzept der neuen Normen geht dabei zukünftig von 3 Einwirkungen auf ein Bauwerk aus: Wassereinwirkungsklassen – Rissklassen und Nutzungsklassen.

In diesem Zusammenhang erscheint auch die DIN 18531 mit dem Teil 5 – Genutzte Dächer- neu. Hier sind dann auch erdüberschüttete Bereiche erfasst. Weiterhin ist zukünftig darauf zu achten, dass der Begriff HGW (höchster Grundwasserstand) entfällt und durch den Begriff „Bemessungswasserstand“ ersetzt wird. In Konsequenz heißt dies, das man auch zukünftige Grundwasserspiegel zu berücksichtigen hat.

Es sind die aktuellen Veränderungen  bei allen anstehenden Neubau- und Sanierungsbauvorhaben entsprechend zu planen und umzusetzen..

Gaston Lemmé

Risse in Wänden

In letzter Zeit wurde ich vermehrt zu  Risseschäden angesprochen und nach deren Gefährlichkeit und Sanierungsmöglichkeiten angesprochen. Das Thema ist sehr komplex. Risse-Ursachen können aus den unterschiedlichsten Gründen resultieren und damit auch zwischen unkritisch bis hin zu gefährlich tendieren. Dabei ist zwischen „alten“ und „neuen“ Risse zu differenzieren. Neben statischen Auswirkungen wie beispielsweise Setzungserscheinungen sind auch konstruktive Rahmenbedingungen abzuklären. Letztere können kurz- mittelfristig zu Wasssereintrag mit entsprechenden Folgeschäden, z.B. Schlagregen bei Fassaden oder aber zu Wärmebrücken mit Kondensatausfall oder Luftundichtigkeiten bis hin zu Schimmelpilzbildung führen.

Ferner sind auch werkstoffspezifische Eigenarten Mitverursacher von Rissebildungen (Kriechen, Abschwinden, Quellen, temperaturbedingte Längenänderungen, Verwölbungen, Verspröden von Kunststoffen usw.)                 Deshalb unsere Empfehlung: Gerade bei Rissen in Bauteilen sollte immer ein Fachmann hinzugezogen werden.

Gaston Lemmé

„Schimmelpilzsaison“ 2018/2019

Auch in diesem Jahr ist wieder mit erhöhtem Risiko auf Schimmelpilzbefall zu rechnen. In den letzten Wochen waren Luftfeuchtewerte von 90% bei Außentemperaturen von 12°C keine Seltenheit. Je nach Lüfterverhalten sind damit Feuchte-Werte in Raummitte von 70%, insbesondere in Schlafräumen bei häufig unter 18°C Raumtemperatur, möglich. An geometrisch ungünstigen Stellen, wie z.B. Außenecken, Fensterleibungen usw. kann es dann durch Abkühlungen schnell zu Schimmelpilzbelastungen kommen. Zu empfehlen ist  die Raumtemperaturen etwas anzuheben und regelmäßiges Stoßlüften und vor allem Verzicht auf die Kippstellung von Fenstern. Parallel hierzu empfiehlt es sich im Schadensfall  baukonstruktive Besonderheiten zu untersuchen und falls möglich zu optimieren. Im Zweifelsfall sollten Sie dafür einen Gutachter  beauftragen. Insbesondere bei Neubezug in den Herbstmonaten ist noch sehr viel Baufeuchte in den Gebäuden anzutreffen. Es ist das Nutzen von Bautrocknern zu empfehlen, um ein erträgliches Feuchtemaß zu erreichen. Bei zu langer Wartezeit können  Schimmelpilze in die Bauteile/Möbel eindringen und die Kosten und Gesundheitsgefahren nehmen stark zu.

Gewarnt wird hier an dieser Stelle auch vor chemischen/biologischen Mitteln zur Bekämpfung der Schimmelpilze. Alle diese Mittel sollen die Pilzorganismen abtöten und stellen damit auch für den Organismus des Menschen eine direkte Gefahr dar.

Gaston Lemmé

Entfall der Wärmeleitfähigkeitsgruppen (WLG)

Die bekannten Gruppen der Wärmeleitfähigkeit wie z.B. WLG 035, 040 usw.  entfallen im Rahmen einer europäischen Neuregelung.

Der Hersteller deklariert zukünftig nur noch den lambda-d Wert (Nennwert).

Der zur Berechnung heranzuziehende Wert (Bemessungswert) wird dann nach DIN 4108 Teil 4 in 2 Kategorien eingeordnet.

Kategorie I mit +20% Aufschlag und Kategorie II mit 5% Aufschlag.

Letztere setzt eine Zulassung  mit Fremd-und Eigenüberwachung voraus.

Um Beachtung wird gebeten.

Baupfusch – Erkennen, Reklamieren, Sanieren – Stiftung Warentest

Bei der Stiftung Warentest ist Ende Mai 2013 ein aktuelles Handbuch zum Thema „Baupfusch“ erschienen. Es werden dem Bauherren(in) wertvolle Tipps zur Schadensvermeidung, zu Leistungsbeschreibungen, Versicherungen bis hin zur Schlußabnahme gegeben. Einige Fotos aus unserer Praxis sind ebenfalls Bestandteil der Broschüre.

Das Handbuch (ISBN 978-3-86851-069-0) kostet 24,90€ und ist im Fachhandel erhältlich.

Gaston Lemmé

In eigener Sache – 50 Jahre im Dienste des Bauhandwerks

Im Jahre 2018 kann ich nunmehr auf 45 Jahre Tätigkeit als Bauingenieur und insgesamt auf über 50 Jahre im Dienste des Bauhandwerks zurückblicken. Mein Dank gilt allen Kunden und Mitarbeitern, die mir dies mit ermöglicht haben.

Vielen Dank für das erbrachte Vertrauen und auf weiterhin gute Zusammenarbeit.

Gaston Lemmé

Bauseminar 2013 in Stuttgart – Downloadmöglichkeit seit 02/2016

Baurechtstagung in Stuttgart

Am 25. April 2013 fand in Stuttgart bei der AWI-Akademie der Wohnungs-und Immobilienwirtschaft GmbH eine Baurechtstagung statt. Es wurde auf die aktuelle Rechtssprechung verbunden mit Praxistipps eingegangen. Das Thema: Der Sachverständigenbeweis im Bauprozess wurde von uns  referiert.

Hierbei wurde auf Schadensfälle, die Bewertung und der Aufbau von gerichtssicheren Gutachten bis hin zur Beweisführung eingegangen. Referenten waren mehrere Rechtsanwälte aus München/Frankfurt Main und eine Richterin vom Landgericht in Berlin.                                                                                                                                                                                                                                 Eine Reihe von Praxisbeispielen zu Baumängeln und deren Vermeidung rundete mein Referat ab. Weitere Tipps auf meiner web-Seite.

Der Vortrag ist seit Februar 2016 als pdf-Datei zum Download eingestellt.

Gaston Lemmé




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Objekt des Monats

Sparkassenakademie Sparkassenakademie, Potsdam

Wussten Sie schon, dass ...?

  • Notentwässerungen für alle Flachdächer seit 2002 vorgeschrieben sind?
  • Eine Trennung von Haupt- und Notentwässerung erforderlich ist?
  • Die Notentwässerung nicht in die Kanalisation sondern auf das Grundstück erfolgen muss?
  • Die Regenmengen nach 2 Kriterien (bezogen auf 5 Minuten Dauer alle 5 Jahre und alle 100 Jahre) berechnet werden?
  • Werte für den anfallenden Regen beim Deutschen Wetterdienst oder aus der DIN 1986-100 erfragt werden können?
  • Durch den Einsatz von Gründächern auf eine Notentwässerung verzichtet werden kann?