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Barrierefreies Bauen nach DIN 18040

Neben diversen Forderungen wie Türbreiten, oder der Erreichbarkeit von Fenstergriffen (Rollstuhlfahrer) werden auch sogenannte 0°-Schwellen gewünscht. Im Innenbereich ist dies mit Ausnahme bei Bädern auch relativ unkritisch. Anders ist dies allerdings bei den Ausgängen zu Balkonen und Terrassen. Hier ist eine Schwellenhöhe von mind. 2 cm einzuhalten (nach den Fachregeln des Dachdeckerhandwerks sogar 5 cm). Es gibt in der DIN-Norm keine Regeldetails bzw.  genauere Planungs- und Ausführungshinweise. Erst recht gilt dies bei Anstrebung von            0 cm-Schwellen. Hier muss jedes Detail  geplant werden, da es sich um Sonderkonstruktionen mit erhöhtem Feuchterisiko handelt. Im Regelfall werden Gitterroste mit mindestens 15 cm Breite direkt vor den Tür- bzw. den Fensterelementen erforderlich. Insbesondere sind die Türelemente und deren Bodenandichtung zu hinterfragen und es sollten auch Bauteilprüfungen je nach Material (Metall, Kunststoff, Holz) mit Sicherheitsnachweis vorliegen. Über das hohe Nässerisiko der angrenzenden Räume und Bodenbeläge, aber auch bei Schneeauflagerungen und Spritzwasser oder ablaufendes Wasser an der Fassade vor den Türen, sollte sich jeder Bauherr und Planer im Klaren sein. Eine Empfehlung für schwellenlose Systeme kann daher der Gutachter auch nur stark eingeschränkt  geben.

Gaston Lemmé

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